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Joana Aderi: Stimme, Tasten, Elektronik
Joy Frempong: Stimme, Tasten, Elektronik
John Edwards: Kontrabass
Daniel Sailer: Kontrabass, Geräte
Fredy Studer: Schlagzeug, Perkussion

PHALL FATALE wurde von Schlagzeuger Fredy Studer, zusammen mit Joana Aderi, Joy Frempong, John Edwards und Daniel Sailer im Frühjahr 2008 gegründet.
Die Besetzung ist exzentrisch: Zwei Kontrabässe, zwei Frauenstimmen, Tasteninstrumente, Elektronik und ein Schlagzeug.

Die individuellen Stimmen der Sängerinnen mischen sich mit scharfen Elektronik-Sequenzen, dem organischen Kraftwerk von zwei Kontrabassisten und dem Schlagzeug. Kraftvolle Hardcore-Pakete aus Groove und Spoken Word stehen neben versponnenen Soundscapes, die Geschichten erzählen.

Die Musik schlägt eine Brücke zwischen Song und Improvisation, der Puls drängt nach vorne - daraus resultiert zeitgenössische Pop-Ästhetik.

PHALL FATALE gab Konzerte in der Schweiz sowie in Deutschland und spielte an den Festivals von Moers, Schaffhausen, Krakau, Willisau, dem EAR WE ARE in Biel, AVANT ART FESTIVAL in Wroclaw, ONZE + in Lausanne, TAKTLOS in Zürich und METEO in Mulhouse.



„Jazz und technoide Formen der Popmusik gehen nur im seltensten Fall glückliche Beziehungen ein. Die Schweizer Formation PHALL FATALE ist so ein Glücksfall. Die Band gruppiert sich um den Schlagzeuger Fredy Studer, der den europäischen Jazz bereits mit dem Trio „Koch-Schütz-Studer“ und dessen unnachahmlicher urbaner Weltmusik-Inversion zwischen präziser Kammermusik und ohrenbetäubender Noise-Attacke revolutionierte. PHALL FATALE ist noch weniger kategorisierbar als alle bisherigen Gruppen des Drummers.

Die Band spielt Songs, die jedoch mehr Klangskulpturen ähneln als Liedern im klassischen Sinn des Wortes. Selbst wenn sie sich eines Klassikers wie Bob Dylans „Desolation Row“ annehmen, verfremden und entmystifizieren sie diesen bis zur Unkenntlichkeit. Mit ihrer unwiderstehlichen Fähigkeit, herkömmliche Songstrukturen zu skelettieren, schliessen sie an die längst verhallten Errungenschaften des No Wave der frühen 1980er Jahre an. Studer muss seine exorbitante Virtuosität schon lange nicht mehr herausstellen. Bei PHALL FATALE tritt er minimalistischer denn je in Aktion.

Mit zwei Kontrabässen, zwei Frauenstimmen, offensiven Electroniks, seinem Schlagzeug und einer Art dreidimensionaler Monotonie beschwört er Echos von Lydia Lunch und Laurie Anderson über die „Golden Palominos“ und „Ambitious Lovers“ bis zu „Suicide“ und „Kraftwerk“ herauf.
PHALL FATALE sind ebenso mondän wie aufreizend, so unterkühlt konstruktivistisch wie verschroben individuell, so klaustrophob wie befreiend.„
(Wolf Kampmann, Berlin)
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